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CD-Reviews

 

 

Antz
Antz

Score composed by Harry Gregson-Williams and John Powell

Additional music by Steve Jablonsky, Gavin Greenaway and Geoff Zanelli

 

 

Track
Titel  
Spielzeit
Bewertung

1.

Opening Title - Z's Theme

1:59

2.

The Colony

1:55

3.

Generat Mandible

2:21

4.

Princess Bala

0:56

5.

The Bar

1:27

6.

There Is A Better Place

1:19

7.

Guantanamera/ 6:15 Time to Dance

3:16

8.

The Antz Go Marching To War

3:48

9.

Weaver and Azteca Flirt

1:53

10.

The Death of Barbados

2:06

11.

The Antz Marching Band

1:12

12.

The Magnifying Glass

1:58

13.

Ant Revolution

1:47

14.

Manibal And Cutter Plot

2:05

15.

The Picnic Table

2:43

16.

The Big Shoe

2:08

17.

Romance In Insectopia

2:29

18.

Back To The Colony

2:26

19.

Z To The Rescue

7:43

20.

Z's Alive

3:28

 

 

Hintergrund
 

Zurück zur Superlative, denn zu den beiden Hauptkomponisten Harry Gregson-Williams und John Powell gesellen sich zur großen Ameisen-Parade auch Steve Jablonsky, Gavin Greenaway und Geoff Zanelli. Hans Zimmer fungierte außerdem als "Executive Producer" und verleiht "Antz" damit endgültig das Prädikat eines hochkarätigen Komponistenstabes.

"Antz" war - noch vor "Prince of Egypt" - der erste Animationsfilm aus dem Hause Dreamworks. Der gesamte Film entstand mit Hilfe von Computereffekten. Im Kino lief der Insektenstreifen daher äußerst erfolgreich, gerade auch wegen der zahlreichen Prominenten, die den Ameisen ihre Stimme liehen. Neben Gene Hackman, Sylvester Stallone, Sharon Stone oder Christopher Walken überzeugte vor allem Woody Allen, der dem Titelhelden "Z" seine Stimme verlieh. Auch in Deutschland gab's Wiedererkennungseffekte, denn es wurden zumindest die Originalsynchronstimmen der US-Schauspieler ausgewählt. Nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit im schnellen Synchronisationsgeschäft, wo (mit Vorliebe bei TV-Produktion) einige Patzer lauern können.

 

 

 

CD-Kritik
 

Dass die Devise "Viele Köche verderben den Brei ..." bei Soundtracks nicht immer zutrifft, dürfte spätestens seit dem anspruchsfreien Spaßmacher "The Rock" bekannt sein. Und auch mit "Antz" ist wieder ein hochklassiges Multikomponistenwerk entstanden, welches getrost in den CD-Player marschieren darf.

Der Score zeichnet sich vor allem durch sein gelungenes Soundprovil aus, wodurch sich schon "The Rock", "Crimson Tide" oder "Face/Off"  Bestnoten verdienten. Ein dunkler Chor, melodische Bläser, dynamische Streicher, zahlreiche Synths und eine Melodie mit ruhigen und actionreichen Momenten: Mal militärisch, mal Lovestory.

John Powell und Harry Gregson-Williams wissen zudem wie ungewöhnliche Elemente aus Jazz und Funk platzieren werden können. Außerdem sind mit den Tracks "The Antz Go Marching To War" und "The Big Shoe" gewohnt solide actionreiche Stücke geglückt, die bei der Begutachtung der CD ein ganz heißer Anspieltipp sind. Wirklich überraschend sind jedoch gerade die sensiblen, ruhigeren Cues des Scores.
"The Death Of Barbados" ist ein Track, der packender und treffender nicht hätte gestaltet werden können. Kein großes Getöse, kein auf die Tränendrüse drückender, großer Orchesterschmalz.
Nein - eine sehr feine, wunderschöne Melodie untermalt die tragische Szene im Film und sagt damit mehr aus, als die Bilder zeigen können. 

Insgesamt hat "Antz" eigentlich fast alles, was ein guter Score haben muss und gerade weil es eigentlich kein üblicher Zeichentrick-Score ist, sollten auch Skeptiker etwas Mut fassen und einmal in den Score hineinhören. Die zahlreichen Anspielungen und Ähnlichkeiten mit den oben genannten Projekten machen besonders viel Spaß. Denn trotz Passagen, die für einige Hörer oberflächlich gesehen auch genauso gut aus "The Rock" oder "Face/Off"  hätten stammen können, bleibt "Antz" tatsächlich immer "Antz" - und erst dies macht den Score zu einem wirklichen Highlight.

  

 

Bewertung 
5 von 6 Punkten

 

 

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