CD-Reviews
Score
composed by Trevor Rabin

1. Aftermath 2:47 2. Susan Softens 2:25 3. Journey 4:46 4. Main 3:05 5. Hunting in Packs 1:43 6. Experiment 4:27 7. Jim Returns 1:19 8. Shark Side 4:27 9. Anarchy 4:24 10. Doctor's Orders 0:34
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"The Sharks are back ..." - Mit
Renny Harlins "Deep Blue Sea" feiern die bissigen
Meeresbewohner ihr Comeback in den 90ern. Harlin setzte
dabei, neben zahlreichen Special-Effects, auf bekannte
Namen wie Samual L. Jackson oder dem Rapper LL Cool J,
der mit Deepest Bluest auch den Titelsong zum Film
beisteuerte. Grundsätzlich gibt es zwei
offizielle Soundtrack CDs. Zum einen den Song-Sampler,
der jede Menge Musik aus der Rap und Hip-Hop-Ecke bietet
und zum anderen die bei Varese erschiene Score CD.
Trevor Rabin agierte bei "Deep Blue
Sea" nicht nur als Komponist des Scores, sondern steuerte
beim LL Cool J -Song Deepest Bluest neben den
E-Gitarren auch einige Programmings bei. "Yes" lässt
grüßen ... Auf der Song-CD finden Rabin-Fans
auch eine Montage (Suite) mit einem Zusammenschnitt
einiger Elemente und den Themen seines Scores. Wer jedoch
mehr Musik verlangt, wird an der Varese-CD nicht vorbei
kommen, wenn auch hier mit einer Spielzeit von ca. 30
Minuten nicht allzu großzügig mit den Tracks
umgegangen wurde.
Wer Rabin's Part bei "Con Air "oder
"Enemy of the State" kennt, kann hier kaum glauben was er
hört. Dass Trevor Rabin schon immer eine Vorliebe
für gnadenlos melodische Themen mit
Taschen-Orchester hatte, dürfte bekannt sein. Dass
jedoch ein eher funktioneller orchestraler Score zu
seinen Vorzügen gehört, ist dagegen etwas
ungewöhnlicher. Aber Rabin währe nicht Rabin,
wenn er trotz auf große Themen und melodische
Abschnitte nicht ganz verzichten würde. Gerade die
ersten drei Tracks der CD sind recht ordentlich, nicht
zuletzt wegen dem netten Haupthema. Mittel dafür
sind teilweise pompöse Background Vocalchors,
Streicher, Schlagzeug, Bläser sowie ein paar
Pianoeinlagen und, nicht zu vergessen, doch wieder einige
Synths. Während bei "Enemy of the State" jedoch noch
Synthesizer eine extrem dominante (Haupt-) Rolle spielte,
wählte Rabin, passend zum Inhalt, die Kombie mit
einem orchestralem Score. Insgesamt klingt diese Musik
vielleicht etwas reifer und ausgeglichener, als die zum
Teil doch sehr reißerischen (aber nicht unbedingt
schlechteren) Arbeiten, die er vorher tätigte.
Jedoch fehlt auch "Deep Blue Sea" leider echte
Überraschungen und abwechslungsreiche
Raffinesse. Noch ganz lustig: In Track 4 spielt
Rabin einmal kurz auf John Williams' berühmtes
"Jaws" Thema an. Auch wenn sich der Film einige Kritik
wegen möglichem Abkupfern gefallen lassen muß,
die Scores spielen in verschiedenen Ligen und an
Williams' Meilenstein kann Rabin nicht
ankraulen. Mit auffällig viel
Sound-Design, schafft es der Score teilweise eine
bedrohliche Stimmung zu erzeugen, versäumt es diese
aber dann über einen längeren Zeitraum aufrecht
zu erhalten. Zwar ist "Deep Blue Sea" weit entfernt von
einer Schlaftablette, dafür sorgen schon die
actionreichen und lauten Elemente des Scores - auch wenn
diese sich, wie schon erwähnt, im orchestralen
Bereich ansiedeln. Auf E-Gitarren Einlagen (Rabin haute
zuvor bei der Rock-Gruppe "Yes" in die Saiten)
müssen wir hingegen größtenteils
verzichten. Hier durfte sich Rabin jedoch schon bei den
Songs zum Film auslassen (z. B. "Deepest Bluest ")
. Fazit: Trevor Rabin bietet einen
relativ gelungen und ausreichend stimmungsvollen Score,
der ein wenig reifer klingt und aber erst mit einem
angenehm ruhigen und gut klingendem Hauptthema
überzeugt.
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1/2