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CD-Reviews

 

Endurance

Music composed by John Powell

                  Recording produced by Hans Zimmer and John Powell      

  

 

Track
Titel  
Spielzeit
Bewertung

1.

Gigi's Lament

1:55

2.

Main Titles

2:28

3.

The Dressing Room

3:03

4.

The Struggle Of Life

2:13

5.

Mother

2:34

6.

Halie Runs To School

1:56

7.

Stealing Batteries For The Radio

1:57

8.

Chasing The Bull

2:23

9.

The Great Tree

3:17

10.

Mother Falls

2:36

11.

Mother Is Sent Away

2:22

12.

Forbidden

4:29

13.

The Bus To Addis

2:14

14.

Chosen To Run For Ethiopia

1:17

15.

The Final Race

11:15

16.

My Son

4:22

 

 

Hintergrund
 

Comeback auf der großen Leinwand: Mit der Musik zum dokumentarisch aufgebauten Kinofilm Endurance, meldet sich John Powell - nach "Face/Off" und "Antz" - als Komponist zurück. Im Mittelpunkt des Films von Leslie Woodhead steht der äthiopische Leichtathlet Haile Gebrselassie. Für die Dokumentation fungierte unter anderem "The Thin Red Line"-Regisseur Terrence Malick als Produzent.

Wie auch bei "Face/Off" und "Antz" produzierte Hans Zimmer den Score. Zuvor hatte Powell für Zimmer's "The Thin Red Line" Soundtrack zusätzliche Musik beigesteuert. "Endurance" ist nach "Power of One", The Lion King", "A World Apart" und "Millennium" eine weitere Zimmer-Produktion, in der afrikanische Klänge dominieren, nur dass diesmal nicht Hans, sondern John Powell als Komponist tätig wurde. 

Mit über 50 Minuten Spielzeit ist die CD recht ausführlich geraten. Für sein Geld erhält man stolze 16 Tracks, wobei auch der ein oder andere Song bzw. vocaluntermalte Cue enthalten ist. Erfreulich, dass Powell auch an den "Songs" z. T. selbst komponiert hat. Track 1 wurde von Ejigayehu Shibabaw geschrieben und von John Powell produziert. Im "Main Title" benutzte Powell Vocals und Textpassagen, die auf einer äthiopischen Volkshymne basieren. Das Orchester dirigierte Gavin Greenaway, der auch schon bei "Antz" mit John Powell kooperierte.

 

 

CD-Kritik
 

Dass Hans Zimmer für afrikanische Klänge eine gute Adresse ist, wissen wir nicht erst seit "The Lion King" oder "The Power of one". Auch wenn Zimmer bei "Endurance" nicht als Komponist auftritt, spürt man seine Projektbeteiligung doch bei jeder Note. Dabei ist es nicht die musikalische Verwandtschaft, sondern vielmehr die Qualität der Klänge - denn John Powell ist ein einfühlsamer und mitreißend melodischer Score gelungen. 

Mit dem Hauptthema bishin zu den gelungenen Tracks "The Dressing Room" und vor allem "The Final Race" hat John Powell mit "Endurance" das richtige musikalische Gespür bewiesen.
"The Final Race" ist mit einer Spielzeit von gut 11 Minuten Laufzeit am ausgeprägtesten. Der Aufbau erinnert er ein wenig an den Track "Journey to the line" aus Zimmer's "Thin Red Line" Score. Zwar ist die Melodie zunächst auch recht dunkel, doch dominieren bei Powell nie tragische Klänge. Hier sind es leidenschaftliche und ruhige Melodien, die in der fröhlichen Atmosphäre des Hauptthemas gipfeln. Vor allem überzeugt die Balance zwischen den dunklen und den hellen, lebensfrohen Passagen.

"Endurance" ist ein afrikanischer Score in bester Tradition, wobei man aber keine furiose Choreinlagen a la "Power of One" (deutscher Titel: "Im Glanz der Sonne") erwarten sollte. Wer unbedingt einen Referenzscore genannt haben möchte, dem ist am ehesten noch mit einem Vergleich zu Zimmer's Filmmusik für die TV-Serie "Millenium" geholfen.

Fazit: John Powell überrascht bei dieser CD mit schönen Melodien und einem absolut hörenswerten Score.

 

 

 

Bewertung
4,5 von 6 Punkten

   1/2

 

 

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