Dass Hans Zimmer für
afrikanische Klänge eine gute Adresse ist, wissen
wir nicht erst seit "The Lion King" oder "The Power of
one". Auch wenn Zimmer bei "Endurance" nicht als
Komponist auftritt, spürt man seine
Projektbeteiligung doch bei jeder Note. Dabei ist es
nicht die musikalische Verwandtschaft, sondern vielmehr
die Qualität der Klänge - denn John Powell ist
ein einfühlsamer und mitreißend melodischer
Score gelungen.
Mit dem Hauptthema bishin zu den
gelungenen Tracks "The Dressing Room" und vor allem "The
Final Race" hat John Powell mit "Endurance" das richtige
musikalische Gespür bewiesen.
"The Final Race" ist mit einer Spielzeit von gut 11
Minuten Laufzeit am ausgeprägtesten. Der Aufbau
erinnert er ein wenig an den Track "Journey to the line"
aus Zimmer's "Thin Red Line" Score. Zwar ist die Melodie
zunächst auch recht dunkel, doch dominieren bei
Powell nie tragische Klänge. Hier sind es
leidenschaftliche und ruhige Melodien, die in der
fröhlichen Atmosphäre des Hauptthemas gipfeln.
Vor allem überzeugt die Balance zwischen den dunklen
und den hellen, lebensfrohen Passagen.
"Endurance" ist ein afrikanischer
Score in bester Tradition, wobei man aber keine furiose
Choreinlagen a la "Power of One" (deutscher Titel: "Im
Glanz der Sonne") erwarten sollte. Wer unbedingt einen
Referenzscore genannt haben möchte, dem ist am
ehesten noch mit einem Vergleich zu Zimmer's Filmmusik
für die TV-Serie "Millenium" geholfen.
Fazit: John Powell überrascht
bei dieser CD mit schönen Melodien und einem absolut
hörenswerten Score.