Werner Herzog,
bisher in Hollywood eher verschmäht, wagte mit
"Invincible" Anfang des Jahres 2002 einen neuen Anlauf,
um in Reichweite der Traumfabrik zu landen -
unterstützt von US-Stars wie Tim Roth. Unbesiegbar
kommt die dazu passende Filmmusik von Hans Zimmer und
Klaus Badelt zwar nicht daher, kann sich aber durchaus im
dichten Clinch auf dem Soundtrack Markt behaupten.
Keine rohen
Synthesizer, dafür eingängig orchestrierte
Melodien, die vielleicht am ehesten mit "The Thin Red
Line" oder "Das Geisterhaus" vergleichbar sind, erklingen
auf dem rund 43 Minuten langem CD Silberling. Gleich der
erste Track "The Journey" prägt mit einem ruhigen
Thema den Auftakt bei einer potentiellen Hörprobe.
Auch das übrige Orchester-Rezept klingt vertraut:
Ein ruhiger dunkler Männer-Chor (sehr dezent
platziert), viele Streicher und einige Bläser.
Klaus Badelt
komponierte den Großteil des Scores, während
Hans Zimmer zu dieser Zeit gerade mit "Pearl Harbor"
beschäftigt war. Die Musik trägt daher im
Gesamtergebnis eher seine Handschrift. Angereichert wurde
die Soundtrack-CD mit einigen Stücken klassischer
Musik.
Fazit: Ein solider
Score, mit einigen sehr netten symphonischen
Arrangements.