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CD-Reviews

 

Renaissance Man

Music composed by Hans Zimmer

Additional music by Nick Glennie-Smith, John van Tongeren and Bruce Fowler   

 

 

Track
Titel  
Spielzeit
Bewertung

1.

Welcome To The Army

3:55

2.

Letter From Home

4:25

3.

Serving Our Country

4:11

4.

To Thine Our Self ...

4:36

5.

Stay With Me

2:11

6.

Victory Starts Here

7:28

7.

Benitez Does Henry

2:32

8.

Everyone Is A Hero

4:26

9.

To Be Or Not To Be (Song by Marky Mark)

2:44

 

 

Hintergrund
 

Wortgefecht: Als "Mr. Bill" kam die Komödie Renaissance Man mit Danny DeVito und Marky Mark direkt in den Videotheken und wurde in Deutschland gar nicht erst in den Kinos gezeigt. Regie führte Penny Marshall, zu deren Filmen "The Preacher's Wife" (inkl. Oscarnominierung) und "Riding in cars with boys" Hans ebenfalls die Musik schrieb. Zuvor komponierte er bei den Marshall-Produktionen "Eine Klasse für sich" und "Calender Girl" den Score.

Mit zusätzlicher Arrangements sind die Ex-Media-Ventures-Komponisten Nick Glennie-Smith ("The Rock") und John van Tongeren ("Poltergeist") sowie Zimmer's Orchestrator Bruce Fowler beteiligt.

Rapper Marky Mark ist im letzten Track der CD mit einer kurzen Rapeinlage (was auch sonst) "To be or not to be" zu hören. Diese wurde auch im Film benutzt.

Bei Henning Lohner's Hans Zimmer Bio, die in Zusammenarbeit mit dem ZDF, Arte und 3Sat produziert wurde, können ein paar Einblicke in Hans' Arbeit zu "Mr. Bill" erlangt werden. Unter anderem erklärt Hans seine musikalische Arbeit am PC anhand einer Szene, in der die Musik des "Mr. Bill"-Cues "Victory Starts Here" benutzt wird.

 

 

CD-Kritik
 

Wie ziehe ich sinnvoll in die (musische) Schlacht? Hauptaufgabe beim "Renaissance Man" Score war es militärsche Klänge und Comedy zu verbinden - kein einfacher Feldzug.
Vorherige Zimmer-Projekte wie "Crimson Tide" oder "The Rock", die beide eine militärische Thematik beinhalteten und zumindest in der Musik ohne Comedyelemente auskamen, stehen in der Beliebtheitsliste weit vorne. Auch wenn bei "Renaissance Man" die Army das Hauptthema einnimmt, spielt musikalisch eher die furiose Comedy die erste Geige.

So legte Hans Zimmer besonderen wert auf die Skizzierung und sensible Zeichnung der Charaktere. Zwar kann man nicht davon sprechen, dass die Musik ganz und gar unmilitärisch wäre, überraschend ist jedoch die gekonnte Kombination zwischen menschlichen Probleme, Comedy und dem Militärrhythmus.

Vornehmlich hell und positiv wirken die Militärthemen, die weniger für die tragischen Momente im Film benutzt wurden. Auf einen tiefen Männerchor oder ähnliche Elemente muss desshalb verzichtet werden - was für den Film allerdings auch nicht sonderlich passend gewesen wäre.

Musikalisch ist der Score ein echter "Zimmer" (wie immer dies auch zu deuten ist), der es mit netten Finessen (z. B. gibt es kleinere Anspielungen auf "Crimson Tide") schafft, trotz eines eher unspektakulären Scores, seine persönliche Visitenkarte zu hinterlassen und diesem dadurch eine neue Qualität zu verleihen.

Rhythmisch beeindruckend ist Track 6 "Victory Starts Here", der beim Hören der CD auf jeden Fall angesteuert werden sollte. Die Rap Einlage, bei der unter anderem Marky Mark zu hören ist, sollte nicht zu sehr stören, zumal diese Version auch im Film vorkommt.

Fazit: Dieser Hans Zimmer Score hat nichts an Klasse gegenüber anderen Projekten eingebüßt. Auch ohne große Themen überzeugt diese CD mit militärischer, aber gleichzeitig auch sensibler und ruhiger Klangkulisse.

 

 

 
Bewertung
4 von 6 Punkten

 

 

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