Hans Zimmer LIVE IN CONCERT
October 10 - Kuipke Hall - Ghent / Belgium
HANSZIMMER-ARCHIV
"SPECIAL"
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Unser |
"Haaans bringt die
Kuipke
zum Kochen ..."
von Dirk
Hein
Dienstag. Kurz nach acht. Gent / Belgien - langsam füllen sich auch die letzten Plätze der Kuipke Hall. Einige Besucher suchen noch eilig ihre Sitznummer. Dann betritt ein beeindruckendes Aufgebot von Musikern die Bühne und formiert sich zu einem vielschichtigen Orchester. Das Warten hat ein Ende: Hans Zimmer lädt zur Weltpremiere und mehr als 3.000 Fans sind gekommen."Ich komme extra aus Dänemark. Nachdem ich "Gladiator" gehört habe, war für mich sofort klar: Falls es jemals ein Konzert geben wird, bin ich dabei. Egal, wo es stattfindet." So kommentiert ein junger Däne meine Frage vor dem Konzert, warum er heute hier ist. Kein Einzelfall, Fans aus ganz Europa strömten an diesem Abend nach Belgien, um sich ein solches Ereignis nicht entgehen zu lassen.
Es sollte sich lohnen. Schon bevor der erste Ton in der Kuipke zu hören war, stand ein Weltstar auf der Bühne. Kein Geringerer als Morgan Freeman betrat unter tosendem Applaus ans Mikro, hielt eine kurze Eröffnungsrede und kündigte den Mann an, auf den alle gewartet hatten.
Hans kam, begrüßte die Besucher und legte sofort los. "Driving Miss Daisy" - wie passend zu Freeman - bildete den Auftakt. Damit gab es zunächst einen von Zimmer's Klassikern, der mit dem großen Orchester, klanglich sehr ordentlich wirkte. Noch besser wurde es gleich danach mit "Rain Man". Und wir sprechen nicht einfach "nur" von "Rain Man", sondern von "Rain Man" mit großem Orchester. Zwar trat die Panpflöte nicht so in den Vordergrund, wie in der Originalfassung, wirkte aber doch vor allem das Intro mit den zahlreichen Streichern äußerst stimmig und gelungen. Ein ganz heißer Anspieltipp für die Konzert-CD "Wings of a film".
Danach zogen die Konzertbesucher buchstäblich in den Krieg, denn es folgte "Crimson Tide" und zwei Tracks aus dem Oscar-nominierten "Thin Red Line" Score. Dass nicht alles perfekt verlief, zeigte nicht nur dieser Track: Bei "Crimson Tide" hing das Tempo dem Original doch ein wenig arg hinterher. Doch solche "Macken" sind bei einem Live-Konzert nichts ungewöhnliches und auch zu verschmerzen, solange das Gesamtergebnis stimmt. Und dies war schließlich auch bei diesen beiden Stücken der Fall, denn der Vocal-Chor war bei "Crimson Tide" eine sehr positive Überraschung und fügte sich durchweg gelungen in das Klangbild.
"Journey to the line": Schon auf der CD ein Erlebnis und auch "Live" eine ganz große Empfehlung. Zwar wirkte das Orchester im Mittelteil etwas dünn, so war aber der Rhythmus vor allem in der Anfangssequenz einfach nur fantastisch. Die Taktgeräusche am Anfang des Tracks wurden von keinen elektronsichen Hilfsmittelchen, sondern von drei Musikern der Band vorgegeben. Da der Score soviel Arbeit gemacht hatte, ließ Hans verlauten, folgte aus dem schmalen Grat gleich ein weiteres Stück als Zugabe.
"Gladiator" versetzte dem Publikum mit Lisa Gerrards überirdischer Stimme eine Gänsehaut, Lebo M. ließ bei "The Lion King" den König der Löwen brüllen. Lustig: John Powell setzte dem großen Chor bei seinem "Chicken Run" Medley eine Tröte in den Mund und erntete neben Applaus für die ordentliche Orchesterumsetzung auch einige Lacher.
Fazit: Insgesamt eine mehr als "runde Sache". Zwar nicht ohne Patzer, am Ende aber ein großes Erlebnis, die Klänge von Hans Zimmer nicht vor der Kinoleinwand, sondern von der Konzert-Bühne zu hören - mehr davon ...
Das Konzert
Programm ...
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Ohne ging's
nicht: Offiziell war die Halle ausverkauft (3.500
Plätze). Nur an einigen Randplätzen gab es noch
kleine Freiräume, die durch nicht abgeholte
Eintrittskarten aufttraten.

Yepp - mit diesem Wisch konntet ihr nach dem Konzert auf die Backstage Party
Und sie waren dabei ...
Hans
Zimmer Komponist;
Keyboards; Piano John
Powell Komponist
"Chicken Run" Lisa
Gerrard Vocals;
Solistin Lebo
Morake Vocals;
zusätzlicher Dirigent; Solist
Henning
Lohner Konzert-Produzent Gavin
Greenaway Keyboards;
zusätzlicher Dirigent Heitor
Pereira Guitars;
Solist: "Mission Impossible: 2" Bruce
Fowler Orchestrator;
Trumbone-Solist Alan
Meyerson Recording
Engineer Pete
Haycock Guitars;
Solist: "Thelma & Louise" Rupert
Gregson-Williams Keyboards Jay
Rifkin nicht
musikalisch aktiv
(Profile der Musiker Teil 1)
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