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CD-Reviews

 

Prince of Egypt
Score composed by Hans Zimmer

Songs by Stephen Schwartz

 

 

Track
Titel
Spielzeit
Score/Song
Bewertung

1.

When you believe

5:01
Song

2.

Deliver us

7:15
Song

3.

The Reprimand

4:05
Score

4.

Following Tzipporah

1:00
Score

5.

All I ever wanted

2:51
Song

6.

Goodbye Brother

5:31
Score

7.

Though Heaven's Eyes

3:41
Song

8.

The Burning Bush

7:16
Score

9.

Playing with the big boys

2:52
Song

10.

Cry

3:50
Score

11.

Rally

0:42
Score

12.

The Plagues

2:40
Song

13.

Death of the first born

1:07
Score

14.

When you believe

4:55
Song

15.

Red Sea

5:11
Score

16.

Through Heaven's eyes

5:04
Song

17.

River Lullaby

3:56
Song

18.

Humanity

4:30
Song

19.

I will get there

4:20
Song

 

 

Hintergrund
 

Neues aus der Traumwerkstatt: Der Prinz von Ägypten (Originaltitel: "Prince of egypt") entstand in Steven Spielberg's Dreamworks Studios. Als "Executive Producer" für den Animationsfilm, der die Geschichte Moses in einem abendfüllenden Kinofilm erzählt, fungierte Jeffrey Katzenberg, der vom Konkurrenten Disney zu Dreamworks wechselte und schon bei Der König der Löwen ("The Lion King") mit Hans Zimmer zusammen gearbeitet hat.

Zimmer erhielt 1999 für seinen Score eine Oscarnominierung, ging jedoch leer aus. An den Songs arbeite Stephen Schwartz mit, der für When you believe die begehrte Trophäe ergattern konnte. Gesungen wurde das Lied von Mariah Carey und Whitney Housten - der Song wurde weltweit ein Chartstürmer.

Zahlreiche Mitarbeiter aus Hans Zimmer's Media Ventures Studie wirkten bei dieser Großproduktion unterstützend mit. Harry Gregson-Williams steuerte einige zusätzliche Arrangements bei. Gavin Greenaway produzierte und arrangierte die Songs The Plagues und Through Heaven's Eyes, John Powell Playing with the big boys. Auch Hans Zimmer agierte bei Deliver us und When you believe als Produzent und Arrangeur mit. Jeff Rona produzierte das Middle Eastern Ensemble, als Synth-Programmer fungierte Bob Daspit.

Neben der US-CD gibt es einen deutschen Soundtrack, auf dem alle Songs in deutscher Sprache zu hören sind. Zudem wurden noch zwei weitere CDs zum Film veröffentlicht: Eine mit Gospel-Musik, die andere mit Countrysongs (!!). Warum diese jedoch den Weg in die Geschäfte fanden bleibt rätselhaft, von Hans Zimmer ist jedenfalls nichts enthalten. Interessanter wäre da schon ein Sampler, der mit ausgewählten Tracks der drei CDs bestückt ist. Dieser ist jedoch zur Zeit nur in Amerika erhältlich (eine spezielle Promo-Aktion für eine Supermarkt-Kette). Darauf gibt es auch einen zusätzlichen Cue aus Hans Zimmer's Score.

 

 

CD-Kritik

 

Nach Der König der Löwen hat Hans Zimmer mit dem Score zu Der Prinz von Ägypten erneut eine Filmmusik zu einer großen Zeichentrick-Produktion abgliefert. Das Ergebnis kann sich dabei wahrlich sehen bzw. hören lassen.

Mit der Hilfe eines großen Orchesters und die damit verbundene kräftige und vielschichtige Präsenz der Instrumente verleiht diesem Score eine besondere Atmosphäre. Es dominieren stimmungsvolle Melodien, mal gewaltiger, mal sensibler Einsatz des Chors, wobei sowohl der hohe Kinderchor als auch der dunkle Männerchor stimmlich vorbildlich eingesetzt wurde.

Besondere Aufmerksamkeit sollte man auf den Track "The Burning Bush" lenken, denn vor allem gegen Ende, mit der Hilfe von Ofra Haza's Vocals, gelingt einer der ganz großen (Gänsehaut-) Augenblicke des Prince of Egypt-Scores. Dabei sollte man sich aber auf jeden Fall selber einmal ein Bild davon machen. Ein besonderer Zimmer-Leckerbissen wartet schließlich ...

Auch mit Text gibt es kaum Abstriche in der Qualität: Denn überraschend gut sind auch die zahlreichen Songs gelungen. Stephen Schwartz's Musik überzeugt fast ohne Ausnahme, dabei wurde sie zum Teil von Hans Zimmer arrangiert und produziert und ist mit dem Score gekoppelt. So gehen die meisten Tracks perfekt in einander über und erzeugen damit eine stimmiges CD-Vergnügen.

Ärgerlich hingegen sind die letzten vier Songs, mit diversen Schnulzen von "BoyZ II Men" und anderen (offenbar ein Diktat aus der Vermarktungs-Bibel). Diese Tracks haben nichts mit der Zimmer/Schwartz Arbeit zu tun und passen ganz und gar nicht auf die sonst hochklassige CD. Während man bei der When you believe Fassung von Carey und Hoston noch durchaus Verständnis dafür hat, sind hingegen die letzten vier Songs einfach nur ärgerlich. Vor allem wenn man bedenkt, dass es außer dieser CD schließlich noch die zwei weiteren Soundtracks mit unverständlichen Inhalt gibt. Angesichts der Tatsache, dass nicht der komplette (äußerst hörenswerte) Score veröffentlicht wurde, bleibt da nur ein Kopfschütteln ...

 

 

 

Gesamtbewertung
5 von 6 Punkten

 

 

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