CD-Reviews
Additional music by Steven Stern and Don
Harper

1. Hummel Gets
The Rockets 2. Rock House
Jail 3. Jade 4. In The
Tunnels 5. Mason's Walk
- First Launch 6. Rockets
Away 7. Fort Walton
- Kansas 8. The
Chase
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Dumm gelaufen: Ursprünglich sollte Nick
Glennie-Smith als alleiniger Hauptkomponist "The Rock" vertonen, jedoch
war Produzent Jerry Bruckheimer mit dem Ergebnis (wenn man den Gerüchten
glauben darf) wenig glücklich. Erst durch diesen Umstand kam es dazu,
dass Glennie-Smith-"Mentor" Hans Zimmer und Media Ventures Kollege Harry
Gregson-Williams an "The Rock" beteiligt wurden. Des
Weiteren waren einige weitere Komponisten aus den Media Ventures Studios
ohne Credit an Tracks beteiligt, wie beispielsweise Don
Harper, der jüngst auch an Mark Mancina's "Tarzan" Score arbeitete. "The
Rock" lief mit großem Erfolg in den Kinos und selbst die
Soundtrack-CD schaffte in Deutschland den Sprung in die
Album-Charts.
Und der
Leitspruch für den Silberlinge sollte heißen: Anspruch auf
Sparflamme, volles Feuer für den Spaßfaktor .
Wahrscheinlich von Jerry Bruckheimer selbst entwickelt (schließlich
macht der Star-Produzent seit Jahren so erfolgreich Kasse). Denn dieser
Soundtrack kümmert sich reichlich wenig um die imaginäre
Bibel des Genres und bietet einen modernen und schnellen
Action-Score. Das Hauptthema begleitet mit seichten Bläsern die
Eröffnungssequenz, dabei kann die nette Mischung aus patriotisch und
tragischen Klängen durchaus überzeugen. Mit simpel arrangierten,
schnellen und rhythmischen Melodien (durch Streicher, Bläser, einem
dunklen Chor, Synths und jeder Menge Percussions) einen Score
zu schaffen, der einen breiten Geschmack zwischen Klassik und
Pop-Heroik trifft. Damit
wirklich keine Missverständnisse entstehen: ein traditionelles und
anspruchsvolles Orchesterwerk ist nicht entstanden, dieses hätte
allerdings auch kaum in den Bruckheimer-Popcorn-Blockbuster gepasst und
außerhalb des Films nicht so viel Freude bereitet. Die Tracks gehen
hervorragend ins Ohr, und so findet die CD speziell (aber nicht nur) bei
einer jungen Zielgruppe ihre Hörer. Mit "Jade"
und "Fort Walton - Kansas" sind neben der ständig präsenten
non-stop Actionparade außerdem zwei Tracks zum Verschnaufen dabei.
"Jade" ist ein ruhiges Thema von Nick Glennie-Smith, welches mit
Streichern und Flötenvariationen besticht. Bei "Fort Walton" sorgt der
ruhige, aber melodische Gitarreneinsatz für die Untermalung in
der Abschlußszenerie des Kinostreifens. Was an Actionpassagen auf
der CD enthalten ist, lässt sich nur schwer zusammenfassen. Schon nach
den ersten Cues brodelt der heimische CD-Player. Primär dominieren zwei
Themen das musikalische Dauerfeuer: Eines für Hummell's "Marins", ein
weiteres für Cage und Connery's "Eingreiftruppe" - eine einfache
Rechnung, keine Frage. In "The
Chase" dürfte in den Media Ventures Studios schließlich der Synthesizer
gequalmt haben, denn dieser Track legt ein halsbrechendes Tempo vor, um
die "explosive" Verfolgungsjagd durch die Straßen San Franciscos zu
begleiten. Mit dem gesampelten Vocalchor, der schon bei "Crimson Tide"
thematisch auffällig wirkte, den zahlreichen Synthesizer-Effekten
und den rockig angehauchten E-Gitarreneinlagen ist ein rasanter Mix
gelungen. Auch wenn es einige Kritiker nicht hören wollen: "The Rock"
setzte eine Duftmarke im Actiongenre. Fazit: "The
Rock" lieferte Zündstoff für ellenlange Diskussionen.
So wie es bei simplen Orchestrierungen im Popcorn-Genre oft der Fall ist.
Die einprägsamen Melodien, das unglaubliche Tempo und der dynamische Rhythmus machen
diese CD jedoch zu einer Empfehlung für aufgeschlossene Soundtrack-Fans.
Sicher kein Meisterwerk, dafür ein unkompliziertes Höralbum.
Wer mit Score-Soundtracks nichts weiteres als
langweilige Orchesterschulze, altmodische Klassik und ein gähnend lahmes
Tempo verbindet, der liegt eh ziemlich weit daneben und sollte als
Beweis "The Rock" in den CD-Player laden.
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